Der Geschmack von Rost und Knochen

Der Geschmack von Rost und Knochen
Regie: Jacques Audiard, Fkr./Belgien 2012, 127 min, DF, FSK 12

Der Film ist eine sehr langsam und reduziert erzählte Geschichte der Annäherung zweier Außenseiter: Ali (Matthias Schoenaerts) begibt sich zusammen mit seinem fünfjährigen Sohn Sam nach Südfrankreich an die Côte d‘Azur. Dort, an der lichtdurchfluteten Riviera, lebt seine Schwester Anna (Corinne Masiero), die in einem Supermarkt an der Kasse arbeitet. Ali, selbst arbeitslos, quartiert sich und Sam dort ein und macht sich auf Jobsuche. Zunächst findet er Arbeit als Türsteher eines Clubs. Hier lernt Ali bei einer Auseinandersetzung Stéphanie (Marion Cotillard) kennen. Es bleibt zunächst bei einer flüchtigen, ersten Begegnung. Als sie sich wiedersehen, da ist alles anders: Stéphanie hat einen schweren Unfall erlitten. Sie arbeitete im Marineland als Trainerin von Schwertwalen, die bei Liveshows vor Publikum ihr dressiertes Können vorführen. Bei einer dieser Shows kommt es zu einem fatalen Unfall mit einem der Tiere und Stéphanie verliert beide Beine.
In dieser Situation sehen sich beide wieder. Ab und an fährt Ali nun Stéphanie zum Strand von Cannes, trägt sie ins Wasser zum Schwimmen, trägt sie wieder heraus. Sie reden nicht viel. Ali steht allem scheinbar indifferent gegenüber. Doch sie treffen sich immer wieder. Als Ali einen Nebenjob annimmt, um bei illegalen Kämpfen Geld zu verdienen, da kommt Stéphanie mit. Und als sie zwei Beinprothesen erhält, da kann sie, mit einer Krücke, auch wieder laufen.