Das Leben ist ein Wunder

Das Leben ist ein Wunder
Regie: Emir Kusturica, Fkr./Serbien 2005, 154 min, DF, FSK 12

Bosnien 1992. Luka, ehemaliger Ingenieur aus Belgrad hat sich mit seiner Frau, der exaltierten Opernsängerin Jadranka und Sohn Milos in einer kleinen Bahnstation niedergelassen. Enthusiastisch arbeitet er an der Fertigstellung der Schmalspurstrecke, die die abgelegene Berggegend dem Tourismus erschließen soll. Völlig blind gegenüber der zugespitzten politischen Situation, bemerkt er den heranziehenden Krieg erst, als sich mit den ersten Granaten auch die private Katastrophe einstellt: Jadranka türmt mit einem ungarischen Musiker, und Milos, zur Armee eingezogen, gerät in Kriegsgefangenschaft. Und dann bestellt die serbische Armee Luka zum Gefangenenwärter der hübschen Sabaha, einer muslimischen Geisel ... Realismus oder Analyse sind nicht die Ausgangspunkte von denen sich Regisseur Emir Kusturica dem brutalem Krieg in seiner Heimat nähert. „Das Leben ist ein Wunder“ entwirft ein burleskes Balkan-Szenario, besetzt mit skurrilen Figuren voll überschäumenden Temperaments, eigensinnigen Haustieren und viel Blasmusik, die der rastlosen Handlung die entsprechende Dynamik verleiht.