Bin-Jip

Bin-Jip
Regie: Kim Ki-Duk, Korea 2004, 90 min, DF, FSK 12

Tae-Suk, ein sympathischer, junger Mann, fährt mit seinem Motorrad durch die Stadt auf der Suche nach Wohnungen oder Häusern, deren Bewohner offenbar verreist sind. Hier bricht er ein, stiehlt allerdings nichts, sondern verbringt dort einige Zeit, verrichtet unter Umständen kleinere Reparaturen oder wäscht die Wäsche. Eines Tages übersieht er, dass sich noch jemand im Haus befindet. Es ist Sun-hwa, die in einer unglücklichen Ehe leidet. Später wird sie ihm folgen und sein sonderbares Leben teilen. Aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie entdeckt werden. „Bin-Jip“ ist ein Film, der fast ohne Worte auskommt. Seine beiden Hauptfiguren bewegen sich zwar in einer höchst realen Welt, die sie auch sehr real zu spüren bekommen, ungeachtet dessen handeln sie aber in einer voraussetzungslosen Unbekümmertheit und Unschuld, die häufig eine märchenhafte, metaphorische Überhöhung in sich trägt. So erklärt sich wohl die große Schönheit und der Sog der vom neuen Film des Regisseurs Kim Ki-Duk („Frühling, Sommer, Herbst, Winter ... und Frühling“) ausgeht.

Silberner Löwe für die beste Regie, Venedig 2004