Bamako

Bamako
Regie: Abderrahmane Sissako, Mali/Fkr. 2006, 115 min, OmU, FSK 12

Melé ist Sängerin in einer Bar, ihr Mann arbeitslos. Sie teilen sich mit anderen Bewohnern den Hinterhof eines Hauses in Malis Hauptstadt Bamako. Hühner und Ziegen laufen hier herum, es ziehen Hochzeitsgesellschaften durch und regelmäßig wird der große Waschtag zelebriert. Und mitten in diesem bunten Kosmos des afrikanischen Alltagslebens findet eine Gerichtverhandlung statt, in der Vertreter der afrikanischen Zivilgesellschaft Klage erheben gegen die Aktivitäten des internationalen Währungsfond IWF und die Entwicklungspolitik der Weltbank, die mit ihren Projekten und Planungen das Land zugrunde richten. Doch während der Prozess spannungsgeladen mit Zeugenberichten und Plädoyers voranschreitet, geht das Leben im Hof munter seinen normalen Gang. Auf brillante Weise zeigt Regisseur Abderrahmane Sissako im Kontrast von Gerichtsverhandlung und Alltagsleben, wie die nördliche Welt mit der südlichen umgeht. Dieses weltweit beachtete afrikanische Kinoprojekt drehte der Regisseur im wesentlichen im Hof des Hauses seines Vaters, in dem er auch aufgewachsen ist. Dabei gibt Sissako in seinem Film den Frauen als Zeugen oder Ankläger einen breiten Raum, denn: „Die Rolle der Frauen ist für Afrika viel wichtiger, als die Rolle der Männer“.

Aus Anlass des G8-Gipfels tourt das Filmfestival "globale" mit diesem Film und zahlreichen Referenten durch M-V.

Am 21.05. um 20:00 Uhr mit Einführung und anschließender Diskussion.

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Landesverband Filmkommunikation M-V.