Atanarjuat – Die Legende vom schnellen Läufer

Atanarjuat – Die Legende vom schnellen Läufer
Regie: Zacharias Kunuk, Kanada 2001, 167 min, OmU (Iniktitut), keine FSK

Ein kleines Dorf in der kanadischen Arktis zu Beginn des 1. Jahrtausends. Ein Nomadenstamm der Inuit wird durch einen unbekannten Schamanen mit einem Fluch belegt, der das harmonische Gleichgewicht der Gemeinschaft zerstört: Eifersucht, Hass, Rache und Machtgier regieren fortan das Zusammenleben der Inuits. Die beiden Brüder Amaqjuaq, der Starke, und Atanarjuat, der schnelle Läufer, erfahren zwei Jahrzehnte später am eigenen Leib, welche Macht von dem Fluch ausgeht. Als sich Atanarjuat in die hübsche Atuat verliebt, die dem Sohn des Häuptlings Oki versprochen ist, schwört Oki Rache. Eines Nachts überfällt er die beiden Brüder und ermordet Amaqjuaq. Atanarjuat kann wie durch ein Wunder dem Gemetzel entfliehen und entkommt über das Eis. Nun wird er sich endgültig dem Fluch stellen müssen. Der erste kanadische Spielfilm, der von Inuits geschrieben, produziert, inszeniert und verkörpert wurde, nimmt sich einer überlieferten Legende dieses Volkes an, die eine universelle Geschichte vor der Kulisse der gewaltigen arktischen Landschaft erzählt.
Goldene Kamera in Cannes 2001

Tage des indigenen Films (indigen = „Indigene Völker sind relativ die ‚ersten’ Bewohner eines Gebiets“ wikipedia.de) Ein Projekt von Elements e.V. Zu jedem Film gibt es eine Einführung sowie eine anschließende Diskussion mit einem Filmexperten oder Filmemacher.