Als das Meer verschwand

Als das Meer verschwand
Regie: Brad McGann, Neuseeland/GB 2004, 128 min, DF, FSK 12

Der Tod seines Vaters führt den ausgebrannten und desillusionierten Kriegsfotografen Paul wieder zurück in seinen Heimatort, ein kleines Nest in der Einöde Neuseelands, und er will einige Zeit bleiben, um den Nachlass zu regeln. Sowohl sein Bruder Andrew als auch seine Jugendliebe Jackie empfangen ihn nicht gerade mit offenen Armen. Langsam freundet sich Paul mit Celia an, der 16jährigen Tochter seiner Exfreundin Jackie. Dem ambitionierten, aufgeweckten und intelligenten Mädchen ist die Welt hier in Neuseeland längst zu klein geworden. Die Beziehung zwischen ihr und dem väterlichen Freund wird tiefer und intensiver. Misstrauisch beobachten Andrew, Jackie und die anderen Dorfbewohner diese außergewöhnliche Freundschaft. Und als Celia eines Tages spurlos verschwindet, wird Paul mit Verdächtigungen, Anfeindungen und offener Gewalt konfrontiert. Und er muss schmerzhaft erfahren, dass das Verschwinden des Mädchens auf schreckliche Weise mit dem tragischen Familiengeheimnis verknüpft ist, das er seit siebzehn Jahren zu verdrängen versucht … Seine verschachtelte, mit Rückblenden arbeitende Erzählweise, die die Geschichte der Figuren nur langsam offenbart, macht die Spannung dieses Films aus, der anderseits mit den Aufnahmen der weichen neuseeländischen Landschaft für ruhige, poetische Momente sorgt.