3 Zimmer/Küche/Bad

3 Zimmer/Küche/Bad
Regie: Dietrich Brüggemann, BRD 2012, 116 min, FSK o.A.

Vier Jahreszeiten durchleben die zahlreichen Figuren, in vier Segmenten wird von neuer und alter Liebe erzählt, vom Einstieg ins Berufsleben, prekären Arbeitsverhältnissen, Praktika und vor allem von Umzügen. Zentrum des Films sind die Geschwister Philipp, Wiebke und Swantje. Ihre Eltern (Hans-Heinrich Hardt und Corinna Harfouch) leben in Hannover als scheinbar glückliches Ehepaar. Philip möchte Fotograf werden und ist schon ewig in Dina verliebt, die ihn aber nur als besten Freund sieht. Im ersten Umzug des Films zieht Dina mit Wiebke zusammen, die langsam genug von Praktika hat und gerne einen richtigen Job hätte. Vor allem aber eine richtige Beziehung. Dann ist da noch Philipps bester Freund Thomas, der alles dran setzt Grafiker zu werden und dabei seine Beziehung zu Jessica vernachlässigt. Die jüngste im Bund ist Maria, die bald zu Philipp nach Berlin ziehen will. Swantje wiederum lebt in Stuttgart und hält vor allem per Telefon eine immer enger werdende Verbindung zu Thomas aufrecht. Sehr viele Figuren beleben diesen Film, doch keine davon wirkt schematisch, oberflächlich oder unterentwickelt. Der Film zeigt in komischen, berührenden, pointierten Szenen wie schwierig es ist, seinen Platz im Leben zu finden und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Er geht dabei so gelassen vor, wie man es im deutschen Kino nicht oft sieht, verzichtet auf allzu extreme Gefühlsausbrüche, ist stilistisch unauffällig aber jederzeit präzise und hat zuguterletzt ein Ensemble toller Darsteller aufzuweisen.