10 Kanus, 150 Speere und 3 Frauen

10 Kanus, 150 Speere und 3 Frauen
Regie: Rolf de Heer, Australien 2007, 91 min, OmU (Ganalbingu/Engl.), FSK 12

Vor langer Zeit lebte das Volk der Ramingining ungestört in den Sümpfen im Norden Australiens. Der junge Dayindi, der mit seinem Stamm zum ersten Mal auf Enteneierjagd geht, begehrt die jüngste der drei Frauen seines älteren Bruders. Um ihn auf den richtigen Weg zu führen, wird ihm eine Geschichte erzählt, die sich in uralten, mythischen Zeiten zugetragen hat, eine Geschichte über eine fehlgeleitete Liebe, über Kidnapping, Hexerei und Rache. Der niederländische Regisseur Rolf de Heer hat mit Ureinwohnern Australiens in deren eigenen Dialekt gedreht. Gerade die intensive Zusammenarbeit mit den Bewohnern der Region Ramingining sowohl beim Verfassen des Drehbuchs, als auch bei den im Film verwendeten Gegenständen, wie Kanus, Speeren und Hütten, machen den Film so authentisch. Entstanden ist eine poetische Fabel, eine augenzwinkernde Expedition zu den Wurzeln der Menschheit.

Tage des indigenen Films (indigen = „Indigene Völker sind relativ die ‚ersten’ Bewohner eines Gebiets“ wikipedia.de) Ein Projekt von Elements e.V. Zu jedem Film gibt es eine Einführung sowie eine anschließende Diskussion mit einem Filmexperten oder Filmemacher.